Startseite
Über mich
Aktuelle Termine
Aktivitäten
Themen
Presseberichte
Traumkino für Senioren aktuelles Programm

Impressum

Landeshauptstadt Düsseldorf
Der Seniorenbeirat

Horst Graß
Vertreter für den Stadtbezirk 5


Nagelsweg 78
40474 Düsseldorf

Telefon
0211.43 32 20
Telefax
0211.470 40 00
Mobil
0170.458 53 00
E-Mail
service@horst-grass.de

Seniorenbeirat
Landeshauptstadt Düsseldorf





Düsseldorf, März 2008


Hilferufe der Senioren

Zwanzig Millionen Rentner haben voraussichtlich ab Juli 2008 wieder eine Rentenerhöhung von ca. 1.1 % zu erwarten. Im vorigen Jahr waren es 0,5 %, Das entspricht bei einer Rente von 1.00.00 Euro 5,00 Euro monatlich in 2007 und in diesem Jahr 10,00 Euro monatlich. Jahrelange Nullrunden gingen diesen Erhöhungen voraus. Hohe Inflationsraten mussten in Kauf genommen werden.

Viele Experten sehen in der jetzigen Erhöhung reinen Wahlkampf für 2009. Besonders Politiker wie Oettinger, Milbradt und Schlarmann, protestieren auf noch gegen diese Rentenerhöhung. Es müsse erst der Nachweis erbracht werden, dass sie nicht zu steigenden Beitragsätzen führe. Junge Politiker regen sich auf, ihre zukünftige Rente unbezahlbar würde.

Kann eigentlich nur noch das Motiv des Wahlkampfes zu Rentenanpassungen führen? Diese Arroganz der Politiker haben wir Rentner endgültig satt. Wir "Älteren" haben bis vor kurzem noch alles für unsere Jugend getan und vielen steht auch noch ein Erbe ins Haus. Aber so wird es in Zukunft nicht gehen. Wir, die heutigen Senioren, haben 50 Jahre und mehr auch für unsere Eltern gearbeitet und Beiträge gezahlt.

Die meisten Senioren streben ein gutes Verhältnis zur Jugend an und können und wollen in den verschiedensten Bereichen den Nachkommen Hilfestellungen geben. Immer mehr Menschen sind auch breit, sich für die Interessen der älteren Generation aber auch für die Gesellschaft als Ganzes zu engagieren. Die gesetzliche Rente muss aber mehr als eine Armut vermeidende Grundsicherung bleiben.

Der sogenannte demographische Faktor sagt ja schon seit Zeit voraus, dass es extrem spürbar schon 2020 zu einem Zuwachs der älteren Menschen von jetzt 20 Millionen auf 25 Millionen kommen wird. Das sind dann ein Viertel der Gesamtbevölkerung mit steigender Tendenz. Dazu komm, dass die ältere Generation, dank medizinischer Forschung auch immer älter wird. Wir freuen uns sehr darüber, bitten aber auch gleichzeitig unsere Verantwortlichen, uns dieses längere Leben in Eigenverantwortlichkeit, so lange es geht und in Würde leben zu lassen. Dabei wollen wir zukünftig zwischen alt und jung ein Umgangsverhältnis üben, das auf gegenseitigem Verständnis uns Anerkennung beruht. Wir vom Seniorenbeirat nennen das auch "Dialog der Generationen".

Natürlich wussten unsere Politiker schon vor ca. 20 Jahren, dass die Renten zukünftig nicht mehr sicher sind und sofortiges Gegensteuern angesagt war. Doch das Gegenteil wurde verkündet. "Die Renten sind sicher wurde Propagiert und stattdessen hat man noch fremde Projekte aus der Sozialversicherung finanziert.

Wir Senioren und Rentner wünschen uns zukünftig eine dem Lebensstandard und den Bedürfnissen angepasste Rente. Aber wie setzten wir das durch? Wir haben keine Gewerkschaft, die unsere Forderungen durchsetzt, die z.B. für ihre Berufssparten zwischen 5 - 9 % Erhöhung fordert. Wir haben keine Lobby, die sich für uns einsetzt und gezielt Druck machen kann. Wir haben keinen Bundestag oder keinen Landtag, der sich selbst seine Diäten um ca. 10% erhöhen kann.
Eine Möglichkeit wäre zukünftig, eine Demonstration auf der Straße. 20 Millionen Rentner fordern 5% mehr Rente, andernfalls boykottieren wir Wahlen oder wählen andere Parteien. Auf diese mögliche Vorgehensweise wurde am 19.03.2008 Staatssekretärin und Bundestagsabgeordnete Karin Kortmann von mir, anlässlich einer Veranstaltung bei der AWO in Düsseldorf zum Thema "Armut hat viele Gesichter" angesprochen. Etwas verdutzt antwortete Sie: "Das hätte bestimmt eine neue Qualität bei der Durchsetzung von Rentenerhöhungen.